Ausstellungseröffnung „Elbhang & Weststrand – Dresdner Künstler in Ahrenshoop“

Kooperationsausstellung im Kunstkaten, in der Strandhalle und in der Galerie Alte Schule im Rahmen des Jubiläumsjahres „125 Jahre Künstlerkolonie Ahrenshoop"

Die 2017 anstehende Würdigung der Künstlerkolonie in Ahrenshoop schließt auch die Zeit zwischen 1949 und 1990 ein. Ahrenshoop wurde in der DDR eben nicht nur zu einem herausgehobenen „Bad der Kultur-
schaffenden“, auf das es oft reduziert wird, die Gemeinde entwickelte sich vielmehr ebenso zu einem vitalen Künstlerort, der unter anderem auch als ein soziales Refugium und als einzigartiger Aktionsraum für nonkonforme Aktivitäten fungierte. Das dreiteilige Ausstellungsprojekt rekonstruiert erstmals den inspirierenden Transfer von Künstlern, Kunst und Projekten zwischen Dresden und Ahrenshoop.

Kunstkaten Ahrenshoop: "Edmund Kesting & Hans Kinder. Zwei Dresdner in Ahrenshoop"

In der Ausstellung werden die Pioniere und Wegbereiter dieses Kunsttransfers zwischen Dresden und Ahrenshoop vorgestellt – der Maler Hans Kinder (1900–1986) sowie der Fotograf und Maler Edmund Kesting (1892–1970).
Beide bewohnten hier Sommerhäuser über längere Zeit, Edmund Kesting zwischen 1960 und 1970, Hans Kinder zwischen 1957 und 1986. Die Ausstellung verdeutlicht die Bedeutung Ahrenshoops als einen dezentralen aber überregional bedeutsamen Kunstort für das avancierte Kunstschaffen abseits der offiziellen Doktrin und zeigt die Notwendigkeit des Refugiums zur Absicherung eigenständiger Kunstprogramme in den 1950er und 1960er Jahren.

Galerie Alte Schule Ahrenshoop: "Ein Meer mit allen Wassern. Dresdner Künstler an der Ostsee"

In der Galerie Alte Schule wird deutlich, dass das Sehnsuchtsziel von „Meer, Strand und Himmel“ in der DDR spezielle Motivcodierungen hervorbrachte. Einerseits versuchten Künstler, an die Bildsprache der (lange Zeit in der DDR verfemten) klassischen Moderne anzuknüpfen. Andererseits verlieh die geopolitische Topographie gerade dem Meer- und Strandbild eine subversive gesellschaftliche Konnotation. Der Strand als Großsymbol einer nach innen abriegelnden Grenze konnte in der bildenden Kunst auch zum Motiv für die Einwanderung der Melancholie und zum Einbruch des Zweifels in die Weltbetrachtung werden.

Strandhalle Ahrenshoop: "Grenzgänge im Treibsand. Nonkonforme Positionen aus Dresden"

Vom Refugium zum Aktionsort – so lässt sich Ahrenshoop aus der Perspektive junger Dresdner Künstler in den 1980er Jahren verstehen. Der Ausstellungsteil in der Strandhalle zeigt die Bedeutung Ahrenshoops als Ort des künstlerischen Experiments. In enger Korrespondenz mit der politischen Rahmenhandlung prägen sich den an der Ostsee entstehenden Arbeiten der 1980er Jahre die Verwerfungen der DDR-Gesellschaft ein.

Veranstaltungsort

Kunstkaten Ahrenshoop
Strandweg 1
18347 Ahrenshoop
Telefon: +49 38220 80308
Fax: +49 38220 80307
kunstkaten@ostseebad-ahrenshoop.de
http://www.kunstkaten.de

Anbieter

Kurverwaltung Ahrenshoop
Kirchnersgang 2
18347 Ahrenshoop
Telefon: +49 (0)38220 666610
Fax: +49 (0)38220 666629
info@ostseebad-ahrenshoop.de
http://www.ostseebad-ahrenshoop.de
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Datum
am 26.03.2017
Veranstaltungskategorie
Ausstellung